Hans Frank

"Ich bin Mitglied, weil sich der DPB für uns Psoriatiker einsetzt und wir nur gemeinsam was bewirken können."

Warum bin ich Mitglied im DPB geworden?

Ich erfuhr bei einem Aufenthalt am Toten Meer 1986 vom Psoriasis Bund. Und ich wollte mehr wissen über die Psoriasis und ihre Behandlungsmöglichkeiten.

Welche Funktion habe ich im DPB?

Regionalgruppenleiter der Region Ulm.

Seit wann bin ich im DPB aktiv?

1991 bin ich zum ersten Mal zum Regionalgruppenleiter gewählt worden. Ich bekleidete diese Funktion bis 2002. Dann war ich Kontaktperson. Nach dem Tod von Franziska Biber 2009 habe ich das Amt des Regionalgruppenleiters wieder kommissarisch bis zu meiner Wiederwahl 2011 übernommen.

Warum bin ich aktiv geworden?

Ich bin ein Vereinsmensch. Seit 50 Jahren bin ich beispielsweise auch aktiver Musiker im Musikverein. Dort habe ich bis vor kurzem 26 Jahre lang die Jugendabteilung geleitet. Als man mich damals fragte, habe ich einfach zugesagt.

Was empfinde ich in meiner Funktion als gut?

Ich finde gut, dass ich viele Kontakte zu Mitbetroffenen habe. Auch die Fortbildungsmaßnahmen für Regionalgruppenleiter und Kontaktpersonen sind hervorragend.

Was mag ich nicht?

Ich mag es gar nicht, wenn Gruppenmitglieder ein Mal im Jahr auftauchen und fragen, was es Neues gibt, und anschließend wieder für ein Jahr verschwinden. Auch Anrufe am späten Abend von Menschen, die eine schnelle Lösung für ihr Psoriasis-Problem erwarten, mag ich nicht. Und Personen, die in Gruppentreffen auftauchen und sich als Vertreter herausstellen, die ein Produkt verkaufen wollen, mag ich überhaupt nicht.

Was war ein besonders schönes Erlebnis als DPB-Ehrenamtler?

Ich finde die Veranstaltungen für Regionalgruppenleiter immer wieder etwas Besonderes. Da wird gearbeitet und anschließend sitzt man gemütlich beieinander. Das finde ich schön. Ich bin eben ein Vereinsmensch.

Was wünsche ich mir vom DPB?

Ich wünsche mir vor allem die Unterstützung von Regionalgruppen. Besonders die ständigen Informationen sind wichtig. Auch soll sich der DPB mit seinen Möglichkeiten weiterhin für Menschen mit Psoriasis einsetzen.

Was erwarte ich von der Gesundheitspolitik?

Gar nichts.

Wie geht es mir heute gesundheitlich?

Mit meiner Schuppenflechte geht es zurzeit sehr gut – dank der Fumarate. Kürzlich hatte ich einen Arbeitsunfall, dem verschiedene Untersuchungen folgten. Dabei stellte sich heraus, dass etwas am Herzen nicht stimmt. Das ist momentan meine gesundheitliche Baustelle.

Welche Grenzen setze ich mir?

Keine. Mir macht das Ehrenamt Spaß. Manchmal ist es anstrengend, beispielsweise, wenn mich jemand anruft und drei Stunden lang über seine Psoriasis erzählt. Ich denke dann: Der braucht das jetzt. Und dann habe ich hinterher das gute Gefühl, dass ich wirklich geholfen habe. Glücklicherweise hat meine Familie sehr viel Verständnis für mein Engagement. Meine Frau ist ein großer Rückhalt.

Interview entnommen aus PSO Magazin 2/2014